und warum Musik in einer digitalen Schule wichtiger wird
Digitale Werkzeuge übernehmen in der Schule immer mehr Aufgaben. Sie formulieren Texte, sortieren Informationen, übersetzen und rechnen. Für Schulen stellt sich deshalb eine Frage, die über die nächste App hinausgeht: Welche Fähigkeiten brauchen Kinder, die ihnen kein Gerät abnehmen kann?
Fähigkeiten, die Menschen ausmachen
Zu diesen Fähigkeiten gehört, einander zuzuhören und sich aufeinander abzustimmen. Dazu gehört, gemeinsam etwas zu schaffen, sich auszudrücken und dranzubleiben, auch wenn etwas nicht sofort gelingt. Dazu gehört auch ein Gespür für den eigenen Körper, für Zeit und für den Moment, in dem man selbst an der Reihe ist.
Diese Fähigkeiten entstehen nicht von allein, und sie lassen sich nicht an einem Bildschirm erledigen. Sie wachsen dort, wo Menschen zusammen etwas tun.
Musik gehört dazu
Gemeinsames Musizieren verbindet viele dieser Fähigkeiten in einer einzigen Tätigkeit. Wer in einer Gruppe spielt, muss zuhören, im Takt bleiben, auf seinen Einsatz warten und auf die anderen reagieren. Ein Lied klingt erst dann, wenn alle zusammen spielen. Kein Gerät kann diesen Teil für die Kinder übernehmen.
Musik ist dabei keine Frage von Talent, das man hat oder nicht hat. Rhythmusgefühl, Hören und Notenlesen lassen sich trainieren wie Lesen und Rechnen. Dafür braucht es vor allem regelmäßiges Üben mit Aufgaben, bei denen alle Kinder mitmachen können.
Ein neues Angebot zum Üben: bimbadi.com
Für genau dieses Üben gibt es jetzt , eine kostenlose Webseite für den Musikunterricht mit Boomwhackern. Das sind bunte Klangröhren, und jede Farbe steht für einen Ton. Die Kinder spielen nach Farben und brauchen dafür zunächst keine Notenkenntnisse.
- : Die Töne erscheinen in der Farbe ihrer Röhre, der Liedtext wird mitgezeigt. Jedes Kind spielt, sobald seine Farbe an der Reihe ist. Tempo und Notennamen lassen sich einstellen.
- : Klatschen, Stampfen, Patschen, Schnipsen und das Klopfen mit dem Stift haben jeweils eine Farbe. Im Echo-Spiel, beim Farb-Dirigenten und im Hörquiz braucht die Klasse nur Hände, Füße und Stifte.
- : Die Kinder setzen Rhythmen aus Noten und Pausen zusammen, sehen sie in Notenschrift und hören sie sofort.
- : In vier Stufen verschwinden die Farben, bis nur noch der schwarze Notenkopf bleibt. Das Quiz lässt sich per QR-Code auf die Tablets der Kinder holen.
- : Ein fertiger Ablauf für 45 Minuten zum Ausdrucken, für den die vertretende Lehrkraft keine Vorbereitung braucht.
Für ältere Klassen gibt es von Tonleitern über Akkorde bis zum Blues.
Digitale Werkzeuge im Dienst des gemeinsamen Spiels
Bei bimbadi zeigt der Bildschirm, was gespielt wird. Die Musik selbst entsteht im Raum, mit den Händen, Füßen und Stimmen der Kinder. Tablets kommen nur dort zum Einsatz, wo sie wirklich helfen, zum Beispiel wenn nicht genug Instrumente für alle da sind oder jedes Kind im eigenen Tempo Noten lesen übt.
Darin liegt für mich ein Kern von Medienbildung: Digitale Werkzeuge sollen das ermöglichen, was Menschen gemeinsam tun, und es nicht ersetzen.
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Zum Ausprobieren
Öffnen Sie an Ihrer Tafel und probieren Sie ein Lied oder eines der Rhythmusspiele mit Ihrer Klasse aus. Alle Funktionen sind im kurz erklärt. Über Rückmeldungen und Liedwünsche freue ich mich.
Farbige Notenblätter zu den Liedern gibt es auf . Jedem Notenblatt liegt ein Code bei, der das passende Playalong freischaltet.


